Gesundheit

Vielleicht haben Sie schon einmal eines dieser Symptome verspürt, nachdem Sie Passivrauch ausgesetzt waren : Reizungen der Nase, des Rachens, der Augen und der Lunge, dazu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen. Das sind die unmittelbaren Folgen des Passivrauchens. Forschungen zeigen, dass bereits eine 30-minütige Exposition gegenüber Passivrauch die kardiovaskuläre Gesundheit beeinträchtigen kann.

Wer langfristig Passivrauch ausgesetzt ist, trägt dieselben Gesundheitsrisiken wie Raucherinnen und Raucher: Asthma, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, Tumore und Lungenkrebs.

Was viele nicht wissen, ist, dass der Rauch, der von einer brennenden Zigarette abgegeben oder vom Raucher ausgeatmet wird, Tausende von chemischen Substanzen enthält, von denen über 70 krebserregend sind.

Entgegen der verbreiteten Annahme ist keine massive oder tägliche Exposition erforderlich, um die Gesundheit zu beeinträchtigen: Selbst kurze, aber regelmässige Expositionen können ausreichen, um Lunge oder Blutgefässe nachhaltig zu schädigen. Es handelt sich also nicht nur um vorübergehendes Unwohlsein, sondern um ein ernsthaftes Problem für die öffentliche Gesundheit.

Es gibt keinen sicheren Grenzwert für Passivrauchen. Jede Menge schadet der Gesundheit.

Passivrauchen und Gesundheit:

von Kindern und Schwangeren

Eine besondere Gefahr für Kinder und ungeborene Babys.

von Senioren

Wie kann mann sie schützen?

Personen mit Gesundheitsproblemen

Besonders gefährdet bei Passivrauchen

... von Haustieren

Passivrauchen schadet auch Haustieren.

... der neuen Produkte

Alle setzen Schadstoffe frei, die man auch einatmen kann, ohne selbst zu konsumieren.

Unsichtbare Exposition, dauerhafte Auswirkungen

Sekundärrauch kann in der Raumluft geschlossener Räume (z.B. Wohnung, Auto oder schlecht belüfteter Raum) bis zu fünf Stunden nach dem Auslöschen einer Zigarette verbleiben.

Bei besonders empfindlichen Personen, wie Kindern, älteren Menschen oder Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann selbst diese verzögerte Exposition einen Rückfall, akute Krise oder Verschlechterung der Symptome auslösen.

Ausschluss ist keine Lösung

Die Vorbeugung gegen die Risiken des Passivrauchens bedeutet nicht, Rauchende auszuschliessen. Es geht darum, geschützte Räume, verständnisvolle Aufklärung und gesundheitsfördernde Entscheidungen im Sinne aller anzubieten.

Es geht nicht nur um Zigaretten

Sekundärrauch stammt auch von erhitzten Tabakprodukten, Wasserpfeifen, E-Zigaretten, Cannabis oder Zigarren. Jede dieser Rauchformen enthält schädliche Toxine, die bei bereits erkrankten Personen besonders starke Auswirkungen haben.

Die Stewardess wird zur Aktivistin

In den 1990er Jahren erkrankte Norma Broin, Flugbegleiterin bei American Airlines und Nichtraucherin, an Lungenkrebs, nachdem sie jahrelang in verrauchten Flugzeugkabinen gearbeitet hatte. 1991 wurde sie zur Hauptklägerin einer Sammelklage gegen grosse Zigarettenhersteller und vertrat dabei 60’000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, die Passivrauch ausgesetzt waren.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich 1,2 Millionen Menschen an den Folgen des Passivrauchens.