Rauchfreie Luft für alle Generationen

Die Auswirkungen des Passivrauchens auf die Gesundheit älterer Menschen verstehen, um sie besser schützen zu können.

Ältere Menschen sind besonders gefährdet durch Passivrauchen. Mit zunehmendem Alter wird der Körper anfälliger: Die Immunabwehr wird schwächer, das Atmungssystem verliert an Effizienz und das Herz wird anfälliger für äussere Einflüsse. Das unfreiwillige Einatmen von Tabakrauch kann daher selbst bei geringen Mengen schwerwiegende Folgen für ihre Gesundheit haben.

Sich vor dem Passivrauchen zu schützen, ist für Seniorinnen und Senioren jedoch nicht immer einfach. Ihre eingeschränkte Mobilität kann sie daran hindern, sich schnell aus einer verrauchten Umgebung zu entfernen. Es kann auch schwieriger für sie sein, ihre Bedürfnisse durchzusetzen oder sich gegenüber rauchenden Nachbarn oder Verwandten durchzusetzen. Manche trauen sich nicht, Forderungen zu stellen, weil sie Angst haben, zu stören oder als anspruchsvoll wahrgenommen zu werden.

Daher ist es wichtig, dass wir als Angehörige, Pflegende, Nachbarn oder Mitglieder der Gemeinschaft auf solche Situationen achten. Es gibt konkrete Möglichkeiten, älteren Menschen zu helfen, sich wirksam vor dem Passivrauchen zu schützen.

Die Gesundheitsrisiken sind:

    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: erhöhtes Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen
    • Chronische Atemwegsbeschwerden: Verschlimmerung von Asthma, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung – eine chronische Erkrankung der Atemwege), anhaltender Husten, Kurzatmigkeit.
    • Lungenkrebs: Das Risiko ist um ein Vielfaches erhöht, auch bei Nichtrauchern.
    • Kognitiver Verfall: Mehrere Forschungsarbeiten deuten auf einen Zusammenhang zwischen längerer Exposition und einer Verschlechterung der kognitiven Funktionen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit) hin.
    • Schlafqualität: Die Exposition gegenüber Rauch kann auch die Nachtruhe beeinträchtigen, die für ein gutes Altern unerlässlich ist.

Wo sind Senioren Passivrauch ausgesetzt? 

Entgegen der gängigen Meinung ist das eigene Zuhause oft der Hauptort, an dem man dem Passivrauchen ausgesetzt ist, insbesondere wenn ein Angehöriger in der Wohnung raucht. Auch Pflegeheime, Seniorenheime oder andere gemeinsam genutzte Wohnbereiche können problematisch sein, vor allem wenn sie schlecht belüftet sind oder keine strikten Nichtraucherzonen haben. 

Für ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist es sehr schwierig oder sogar unmöglich, verrauchte Räume zu vermeiden. Sie können nicht immer ohne Hilfe den Raum wechseln oder an die frische Luft gehen. Diese Belastung kann zu starkem Stress und einem Gefühl der Hilflosigkeit führen und sogar dazu, dass sie sich aus Angst vor Rauch isolieren oder auf soziale Aktivitäten verzichten. 

Ältere Menschen vor dem Passivrauchen zu schützen, bedeutet daher auch, ihnen ein gelassenes Leben zu ermöglichen, ihre sozialen Bindungen aufrechtzuerhalten und ihre Lebensqualität zu bewahren. 

Wie können wir unsere Senioren schützen?

 

Für die Angehörigen

  • Auch ein offenes Fenster reicht nicht – rauchen Sie niemals in geschlossenen Räumen.
  • Schaffen Sie zu Hause rauchfreie Zonen.
  • Informieren Sie pflegende Angehörige und Besucher über die tatsächlichen Risiken des Passivrauchens.

Für Einrichtungen

  • Führen Sie klare und sichtbare Regelungen für rauchfreie Räume ein.
  • Sensibilisieren Sie das Personal und die Bewohner.
  • Fördern Sie den Zugang zu geschützten und gut belüfteten Aussenbereichen.